Impfung nach Bundesländern
Die Impfung in den Bundsländern geht wegen des fehlenden Impfstoffes nicht so schnell voran.
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Impfquote

Impfquote: Wieviele in den Bundesländern geimpft sind

Bei den Impfungen geht es in Deutschland unterschiedlich voran. Diese Bundesländer liegen derzeit bei der Impfquote vorne! Dazu finden Sie bei KOMMUNAL auch eine ständig aktualisierte Grafik. Außerdem den Überblick über die wichtigsten Informationen zu Terminvergabe und Impfzentren.
Aktualisiert am 26.Februar 2021

Viele Deutsche warten ungeduldig bis verzweifelt auf ihren Impftermin gegen das Corona-Virus. Die Medien sind voll von Berichten, in denen über die langen Wartezeiten geklagt wird - selbst bei über 80-Jährigen, die derzeit prioritär an der Reihe sind. An den Kommunen liegt das nicht, die Impfzentren waren rechtzeitig bereit. Das Hauptproblem: Fehlender Impfstoff verzögert den Impf-Ablauf.

Bis zum Ende des Sommers soll aber, so verspricht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), jeder Deutsche ein Impfangebot bekommen haben. Mathematische Modelle zeigen, dass erst bei einer Immunität von etwa 70 Prozent in der Bevölkerung die Übertragungen von SARS-CoV-2 soweit limitiert sind, dass diese Pandemie vorübergeht. Spahn kündigte jetzt an, dass sich das Tempo bei den Impfungen deutlich erhöhen wird. In dieser Woche sollen zehn Millionen Dosen Impfstoff ausgeliefert sein. "Wir werden auf dem Weg raus aus der Pandemie schneller und besser.“ Zusätzlich solle auch in Arztpraxen geimpft werden soll, wenn ausreichend Impfdosen vorhanden sind. „Wir bereiten alles vor, von der Abrechnungsziffer bis zur Logistik“, betonte der Minister. 

Es gibt aber weiterhin auch das Problem, dass der Impfstoff von Astrazeneca von vielen abgelehnt wird. „Wenn es so weitergeht, werden wir auf einem Berg von Astrazeneca-Impfdosen sitzenbleiben. Das kann niemand wollen bei einem Impfstoff, der gut schützt", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er sprach sich dafür aus, die Priorisierung hier bald aufzugeben und ihn frei zu verimpfen. Der Impfstoff von Astrazeneca wird wegen fehlender Studiendaten bei älteren Menschen derzeit nur bei Menschen unter 65 Jahre eingesetzt.

Bayern, Thüringen und Hamburg auf Platz 1 bei Impfquote

In Thüringen sind 5,0 Prozent der Bevölkerung gegen das Corona-Virus geimpft worden. Die Thüringer Impfkampagne hatte zum Jahreswechsel 2020/21 laut Landesregierung mit einer Doppelstrategie begonnen: Zum einen sind die Impfungen für die höchst vulnerablen Gruppen in den Pflegeeinrichtungen angelaufen. Zum anderen wird das Personal in Krankenhäusern geimpft. Seit Mitte Januar laufen die Impfungen zudem in 14 Impfstellen nach Terminvergabe. Am 3. Februar haben  weitere 15 Impfstellen geöffnet. Zudem erfolgen laut Landesregierung Thüringen weiterhin täglich Hunderte Impfungen in Pflegeeinrichtungen.

Hamburg liegt mit mit 5,0 Prozent Impfquote ebenfalls vorne. In Hamburg werden neue Termine für die Impfung im Impfzentrum Messehallen immer donnerstags freigeschaltet, abhängig davon, wieviel Impfstoff zur Verfügung steht. Die Terminvergabe erfolgt ebenfalls über ein Einladungssystem. Impfberechtigte werden informiert, danach können Termine vereinbart werden. Online: Terminbuchung in Hamburg, telefonisch: 11611. Die Stadt Hamburg ist für die Impfungen zuständig, die Kassenärztliche Vereinigung übernimmt in deren Auftrag die organisatorische und ärztliche Leitung. Weitere Informationen.

Bayern ändert Verfahren bei Impftermin-Anmeldung

Ab sofort sind im Freistaat Bayern (derzeitige Impfquote 5,0 Prozent) mehrere Anmeldungen für Impftermine über eine E-Mail-Adresse möglich. Bis zu fünf Menschen können sich über eine gemeinsame E-Mail anmelden.  Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sprach von einer deutlichen Erleichterung. Jetzt können Kinder oder Enkelkinder für ihre Angehörigen Impftermine vereinbaren.  Außerdem dürfen sich nun auch Menschen unter 70 Jahren online für die Corona-Impfung registrieren. Sie werden dann für eine spätere Terminvergabe vorgemerkt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Rheinland-Pfalz mit 4,9 Prozent Impfquote auf Platz 2

In Rheinland-Pfalz - dort sind derzeit 4,9 Prozent geimpft, ist die telefonische Terminvergabestelle unter der Nummer 0800 57 58 100 montags bis freitags von 7 bis 23 Uhr und an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr möglich. Zumindest theoretisch. Aufgrund der aktuell hohen Nachfrage wird empfohlen ,zu den Randzeiten anzurufen oder sich, wenn möglich, online für einen Termin zu registrieren: www.impftermin.rlp.de.  Freunde oder Verwandten könnten dabei helfen. Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass in Rheinland-Pfalz keine Termine unter der bundesweiten Patientenservicenummer 116117 vereinbart werden können. Alle Ältere ab 80 Jahre, die nicht in einer Pflege- und Senioreneinrichtung leben, bekommen die Impfung in einem Impfzentrum. Hier geht es zur Liste der Impfzentren.

Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Bremen Platz 3

In Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Breme sind inzwischen 4,8 Prozent der Bevölkerung geimpft.(Stand 26.2. 2021). In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 12 Impfzentren.  So geht Mecklenburg-Vorpommern bei den Impfungen vor: In Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern hatten die Impfungen gegen COVID‑19 Ende Dezember begonnen. Die Einladungen zum Impfen kommen per Post ins Haus. Die Angeschriebenen können sich telefonisch über ein Callcenter informieren und ihre Impftermine vereinbaren. Abhängig davon, wieviel Impfstoff zur Verfügung steht, werden sie Schritt für Schritt in alphabetischer Reihenfolge eingeladen. Wie überall, werden zunächst die über 80-Jährigen prioritär gegen Corona geimpft. Mecklenburg-Vorpommern hatte angekündigt, die Impfungen möglichst rasch über die Hausärzte laufen zu lassen Ein bundesweit bislang einmaliges Modellprojekt startete bereits: Im Landkreis Nordwestmecklenburg können Menschen, die bereits eine Einladung zur Impfung erhalten haben, in der Hotline als Wunsch-Impf-Ort eine der zehn impfenden Hausarztpraxen angeben. Damit will das Land eine wohnortsnahe Impfung gewährleisten.  Mehr Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Landkreises Nordwestmecklenburg.

Im Saarland sind ebenfalls derzeit 4,5 Prozent der Bevölkerung geimpft. Aktuell gibt es mobile Teams im Saarland und außerdem sind drei Impfzentren in Betrieb - in Saarbrücken, Saarlouis und Neunkirchen.

Die Eintragung auf die Impfliste ist sowohl telefonisch über die Corona- und Impfhotline des Saarlandes als auch über das Online-Buchungsportal für Personen der Priorisierungsgruppe 1 möglich. Für die Eintragung in der Impfliste müssen die Bürger ein Impfzentrum auswählen, können dann einen Terminwunsch auswählen, beispielsweise werktags vor 12 Uhr, und müssen die  Kontaktdaten angeben. Nachdem sie sich in die Impfliste eingetragen haben, erhalten die Angemeldeten eine per E-Mail, SMS oder Brief eine Benachrichtigung über die erfolgreiche Aufnahme auf der Impfliste. Berechtigt sind zunächst nur Personen der ersten Priorisierungsgruppe. Mehr Informationen!

In Bremen werden diejenigen, die geimpft werden können, persönlich vom Impfzentrum benachrichtigt. Erst mit der Benachrichtigung erhalten diese Personen einen Zugangscode, womit die Terminvergabe erfolgen kann.  Bisher wurden laut Gesundheitssenatorin ausschließlich Briefe an über 90-jährige versendet worden.

Wer noch keinen Brief erhalten hat, sollte sie sich umgehend im Impfcallcenter melden. In diesem Falle bitte die Nummer 0421 5775 1113 wählen, die dort erreichten Mitarbeitenden können dann einen Impftermin vergeben. Im Land Bremen sind aktuell zwei Impfzentren eingerichtet. In Bremen befindet sich das Zentrum in der Messehalle 7. Dort gehen wir von einer Impfkapazität von 1600 – 1800 Impfungen täglich aus. In Bremerhaven entsteht das Impfzentrum in der Stadthalle, in welcher täglich 300 Impfungen möglich sein werden. Die Öffnungszeiten werden an vereinbarte Termine angepasst. Alle Informationen. 

Sachsen liegt bei 4,7 Prozent Impfquote

In Sachsen beträgt die Impfquote 4,7 Prozent. Am 11. Januar haben die sächsischen Impfzentren in den 13 Landkreisen und kreisfreien Städten ihren Betrieb aufgenommen. Wegen des Lieferengpasses beim Impfstoff von Biontech/Pfizer können vom DRK derzeit nur vereinzelt neue Termine für eine Erstimpfung vereinbart werden, so das Gesundheitsministerium in Sachsen. Der wenige Impfstoff werde aktuell für die Erstimpfungen in Pflegeeinrichtungen verwendet. Erst voraussichtlich ab Anfang März werde das Deutsche Rote Kreuz DRK wieder regelmäßig Termine in Größenordnungen anbieten können. Die Zweitimpfungen würden aber alle durchgeführt, die Impfdosen wurden dafür zurückgehalten. Weitere Informationen.

Impfquoten Bundesländer Grafik

Schleswig-Holstein  mit Impfquote von 4,6 Prozent

Schleswig-Holstein hat sich für einen eigenen Weg bei der Impfvergabe entschieden. Das Land hat mit der Vergabe von Impfterminen nicht die Kassenärztliche Vereinigung, sondern den Veranstaltungsdienstleister Eventim beauftragt. Das Gesundheitsministerium von Schleswig-Holstein zeigt sich überzeugt davon, dass die Impfterminvergabe dort in guten Händen ist.  "Innerhalb von einer Minute waren mehr als 4.000 Termine in Warenkörben reserviert. In der Spitze des Anmeldeverfahrens gab es laut Eventim bis zu 3.225 Klicks pro Sekunde", sagte ein Ministeriumssprecher laut dem NDR. Das System habe das technisch problemlos bewältigt. Allerdings gab es dann doch keine Termine mehr -  weil der nötige Nachschub beim Impfstoff fehlte.

Seit 29. Dezember 2020 können sich berechtigte Personen in SH zu Impfungen in vorerst 15 Impfzentren anmelden. Um den Zugang für Termine in den Impfzentren für  Bürger, die 80 Jahre oder älter sind, zu erleichtern, werden diese per Post ein Schreiben mit einer Telefonnummer und einem persönlichen Pin-Code erhalten. Diese Senioren können sich dann telefonisch für einen Impftermin registrieren lassen. Terminbuchungen für über 80-Jährige seien inzwischen nicht nur für die Folgewoche, sondern für einen längeren Zeitraum möglich, informiert das Gesundheitsministerium. Mehr Informationen.

Berlin und NRW: 4,5 Prozent der Bevölkerung geimpft

In der Hauptstadt sind derzeit 4,5 Prozent geimpft. Dort können sich die zur Impfung eingeladenen Personen in jedem Berliner Impfzentrum impfen lassen.  Begleitpersonen sollten außerhalb des Gebäudes warten. Versprochen wird: Im Impfzentrum steht Unterstützung bereit. Nach  Angaben der Senatskanzlei vom 10. Februar sollen in den Impfzentren Ansprechpersonen für die Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch und Französisch zur Verfügung stehen. Weiterhin sollen Aufklärungsmaterialien in verschiedenen Sprachen bereitgestellt werden. Darüber hinaus ist es vor Ort möglich, auf telefonische Sprachmittlerdienste zurückzugreifen

Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen hat sich zunächst auf die Impfung in Alten- und Pflegeheimen sowie in Kliniken fürs Personal konzentriert. Erst seit 8. Februar sind die 53 Impfzentren geöffnet. Geimpft sind bislang 4,5  Prozent der Bevölkerung.

In Nordrhein-Westfalen übernehmen die Kassenärztlichen Vereinigungen diese Aufgabe. Telefonisch kann auch die kostenlosen Telefonnummern 0800 116 117-01 (Rheinland) oder 0800 116 117-02 (Westfalen) für die Terminvergabe genutzt werden. Diese stehen ebenfalls seit dem 25. Januar 2021 täglich von 8 bis 22 Uhr zur Verfügung. Wegen der starken Nachfrage ist leider mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Hier finden Sie die Standorte der Impfzentren.

Niedersachsen: 4,3 Prozent Impfquote

In Niedersachsen bekamen mittlerweile 4,3 Prozent der Bevölkerung bislang die Erstimpfung. Seit 28. Januar können Personen, die 80 Jahre und älter sind, einen Impftermin vereinbaren oder sich auf eine Warteliste für einen Termin setzen lassen. Sie können laut Gesundheitsministerium unter  der Telefonnummer 0800 9988665 anrufen und dort telefonisch einen Termin buchen. An der Hotline sitzen rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die AnruferInnen durch den Buchungsprozess führen. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich auf die Warteliste setzen zu lassen. Zum anderen können unter der Internetadresse www.impfportal-niedersachsen.de eigenständig freie Termine gebucht werden, sofern diese zur Verfügung stehen.  Die Landesregierung bittet um Verständnis, dass sowohl die Hotline als auch die Internetseite einem großen Ansturm ausgesetzt sein werden.

Die wenigen vorhandenen Termine werden aufgrund der geringen Mengen des verfügbaren Impfstoffs leider schnell vergeben sein. Insbesondere an der Hotline ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Viele, die anrufen, hören nur: Die Nummer ist nicht vergeben. Dabei handele es sich um einen technischen Fehler, heißt es auf der Homepage der Landesregierung. Weitere wichtige Informationen finden Sie hier.

4,2 Prozent in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt geimpft

Baden-Württemberg - derzeitige Impfquote von 4,2 Prozent - hat 9 zentrale Impfzentren hier die Standorte. Hier finden Sie die Liste der Kreisimpfzentren.  Die Terminvereinbarung ist für die Erst- und Zweitimpfung möglich über die  116 117 oder online über die zentrale Anmeldeplattform.Voraussetzung hierfür ist eine eigene E-Mail-Adresse und die Möglichkeit eine SMS zu empfangen. 

Seit 8. Februar gibt es Verbesserungen: So können sich Personen, die zur aktuellen Gruppe der Impfberechtigten gehören, etwa über 80-jährige,  auf eine Warteliste setzen lassen, wenn bei Ihrem Anruf alle Termine schon vergeben sind. Zudem sind Anmeldungen für mehrere Personen gleichzeitig möglich, etwa für Ehepartner oder die Bewohner einer Alten-WG. Weitere  Informationen zum Ablauf der Online-Terminbuchung (PDF).

Sachsen-Anhalt mit einer Quote von ebenfalls 4,2 Prozent  führt seit  26. Dezember 2020 Covid-19-Impfungen durch.  Gestartet wurde im Alten- und Pflegeheimen.  Für die Zweitimpfungen wird Impfstoff zurückgehalten, um die Impfungen komplett abzusichern. Hier finden Sie weitere Informationen.

Hessen folgt mit 4,0 Prozent Impfquote

"Hessen krempelt die Ärmel hoch", lautet die Kampagne dort. Geimpft wurden ,4,0 Prozent. 28 Impfzentren haben geöffnet. Etwa 567.000 Menschen in Hessen sind aktuell nach der bundesweit geltenden Impfverordnung berechtigt, die schützenden Dosen priorisiert zu erhalten. Dabei handelt es sich ganz überwiegend um Seniorinnen und Senioren, die mindestens 80 Jahre alt sind.  Hier geht es für die Anmeldung zum Überblick.

Schlusslicht Brandenburg bei Impfquote

In Brandenburg sind 3,9 Prozent der Bevölkerung geimpft. Ab März soll auch in Arztpraxen geimpft werden. Der Modellversuch startet in 50 Praxen, wie die Landesregierung und die Kassenärztliche Vereinigung mitteilten. In Brandenburg hatte man die Erdimpfung ausgesetzt, weil man die Biontech/Moderna-Lieferungen bedingt durch die Impfschwierigkeiten im Januar komplett für die Zweitimpfung brauchte. Weitere Infos!  Hier finden Sie die Standorte der Impfzentren.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht ein Impf-Dashboard. Daraus wird ersichtlich, wieviele Impfungen  am heutigen Tag durchgeführt werden.