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  3. Corona und die Folgen: Tipps zur Krisenkommunikation
Kleines Handbuch der Krisenkommunikation - ein idealer Begleiter für Kommmunalpolitiker, wir geben fünf Tipps

5 Top-Tipps

Corona und die Folgen: Tipps zur Krisenkommunikation

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
15. April 2020
Die Coronakrise stellt auch die Krisenkommunikation vor ganz neue Herausforderungen. Da werden Gerüchte gestreut, Bürger drohen in Panik zu verfallen, etwa weil sie Angst vor geschlossenen Geschäften haben oder weil Falschmeldungen etwa über Infizierte im Ort im Umlauf sind. Für Verwaltung, Bürgermeister und Kommunalpolitik eine Herausforderung, die sich in diesen Tagen zusätzlich stellt. Umso wichtiger ist der ruhige Umgang mit solchen Meldungen und eine professionelle Krisenkommunikation. "Das kleine Handbuch der Krisenkommunikation" ist da ein guter Begleiter. Wir haben fünf besonders wichtige Tipps aus dem Buch herausgegriffen und stellen Sie Ihnen vor!

Der Umgang mit Medien fällt vielen Mandatsträgern und leitenden Verwaltungsmitarbeitern schwer. Ein falsches Wort, eine falsche Entscheidung – und schon kann so ziemlich jeden die Krise erwischen. Oft wird die Krise zur Katastrophe, weil die Betroffenen gegenüber den Medien nicht erfahren sind. Wir geben fünf Tipps, wie sie Fehler vermeiden können! 

Krisenkommunikation - Tipp 1: Nichts als die reine Wahrheit!

Stellen Sie sich schon vor dem Interview die fünf journalistischen W-Fragen. Also: Was habe ich wann, wo, mit wem und warum getan? Machen Sie sich dazu vorab ruhig einige Notizen. Machen Sie sich außerdem klar, welche Hauptbotschaft Sie vermitteln wollen. Wenn Sie nicht wirklich völlig unschuldig sind, gibt es nur eine Lösung: Farbe bekennen! Versuchen Sie gar nicht erst, etwas zu vertuschen. Das klappt nie!

Krisenkommunikation - Tipp 2: Mut zum Live-Interview

Morgenstund hat Gold im Mund. Im Radio ist der frühe Morgen die beste Sendezeit. Gehen Sie ins Studio, auch wenn Sie bei einem Telefoninterview länger schlafen könnten. Aber bringen Sie keine Handzettel mit ganzen Sätzen mit, die sie dann ablesen. Bleiben Sie locker. Frühes Radiowort wirkt am Tag noch lange fort. Beim Fernsehen hingegen ist der Abend die wichtigste Zeit. Wichtig: Brezeln Sie sich nicht zu sehr auf, korrekte Kleidung ja, klimpernder Schmuck oder riesige Ohrringe sind aber tabu. Und: Vor der Kamera mit dem Moderator immer auf Augenhöhe bleiben – sind Sie deutlich kleiner gibt es beim Fernsehen Podeste.

Krisenkommunikation - Tipp 3: Online Ruhe bewahren

In den sozialen Medien ist dabei sein alles. Ohne geht es kaum noch. Das heißt aber nicht, dass Sie auf alles reagieren müssen. So erfahren Sie, was die digitale Welt bewegt ohne selbst ins Visier der Postings oder Tweets zu geraten. Erreicht Sie doch mal ein Shitstorm: Nicht noch einmal reagieren oder versuchen, das verkorkste Posting zu rechtfertigen. Dann wird den Wort-Stürmern bald langweilig und der verbale Tsunami ebbt schnell wieder ab. Bitte das Posting auch nicht nachträglich löschen, das macht sie noch angreifbarer.

Krisenkommunikation - Tipp 4: Pressekonferenzen professionell gestalten

Lassen Sie Ihre Pressekonferenzen moderieren, etwa vom Pressesprecher oder einer Person Ihres Vertrauens, nicht aber von einem Mitarbeiter oder ihrem Anwalt. Sie dürfen dafür auch einen Journalisten „einkaufen“. Sorgen Sie für geballtes Sachwissen an Ihrer Seite, lassen Sie die Fachleute bei Fachfragen antworten, auch wenn Sie die Antwort selbst wissen. Und: Lesen Sie niemals aus vorgefertigten Pressemitteilungen vor!

Krisenkommunikation - Tipp 5: Lassen Sie anderen Personen den Vortritt

Führungskräfte sind super, wenn es um das Führen geht, aber nicht die besten Gesprächspartner vor Mikrofon und Kamera. Gerade bei länger dauernden Ereignissen (etwa Hochwasser) ist es besser, wenn diejenigen, die die Arbeit machen, in der Zeitung zitiert werden. Das wirkt glaubwürdiger und sympathischer. Das zehnte Interview mit der immer gleichen Person ist für Medien und Leser ohnehin langweilig. Sie setzen sich dem Verdacht aus, immer das gleiche zu erzählen, um etwas zu verheimlichen.

Das Handbuch der Krisenkommunikation gibt praktische Hinweise für die Arbeit vor Ort
Das Handbuch der Krisenkommunikation gibt praktische Hinweise für die Arbeit vor Ort

 

Diese und weitere Tipps werden ausführlich in „Kleines Handbuch der Krisenkommunikation“ beschrieben. Es ist im Kleikamp-Verlag erschienen und kostet 7,95 Euro. Sie können es HIER DIREKT BESTELLEN 

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