Sie sorgen für den schnellen Impftermin: Haupt-und Ehrenamtliche in Kommunen (hier in Ludwigsfelde, Brandenburg)
Sie sorgen für den schnellen Impftermin: Haupt-und Ehrenamtliche in Kommunen (hier in Ludwigsfelde, Brandenburg)

Impfungen laufen an!

Dank Ehrenamt schneller zum Impftermin

Menschen über 80 Jahren gehören zur ersten Gruppe, die sich impfen lassen kann. Doch bei der Terminvergabe und beim Transport zu den Impfzentren geraten viele an ihre Grenzen. Bundesweit sind deshalb Initiativen entstanden, die vor Ort passgenaue Hilfen bieten. Vorzeige-Beispiele im Deutschland-Report!

Impftermine zu bekommen, soll jetzt deutlich einfacher werden, vor allem für Ältere Menschen. Denn trotz der Probleme mit einem Impfstoff: Inzwischen ist deutlich mehr Impfstoff vorhanden, es können deutlich mehr Impftermine gemacht werden. In unserer Printausgabe haben wir Vorzeigebeispiele vorgestellt, wie Ehrenamtliche helfen, damit vor allem Ältere Menschen schneller zum Impftermin kommen - sei es, weil sie nicht so mobil sind oder auch, weil sie oft einfach keinen Internetanschluss haben und stundenlang in Telefonwarteschlangen hängen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen Ausschnitte aus der ausführlichen Reportage. Den kompletten Text finden unsere gut 100.000 Abonnenten in der April-Ausgabe 2021 der KOMMUNAL. HIER gehts zum kostenfreien Probeabo: 

Die aktuelle Ausgabe der KOMMUNAL widmet sich neben dem Thema Livestream auch ausführlich diversen Initiativen rund um die Corona-Pandemie
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Impftermine zu bekommen, ist oft schwer...

„Gerade für hochaltrige Menschen ist es oft nicht machbar, die Erst- und Zweittermine über das Internet oder über eine telefonische Hotline zu buchen“, sagt Karl Stiegeler, Seniorenrat im baden-württembergischen Ettenheim. „Nicht alle haben Angehörige oder Nachbarn und Freunde, die sie dabei unterstützen.“ Um eine Lösung zu finden, suchte er Mitte Januar 2021 das Gespräch mit der Stadtverwaltung und mit Ulrike Schmidt von der örtlichen Nachbarschaftshilfe. Schnell einigte man sich darauf, ein Netzwerk unter Federführung des Seniorenrates aufzubauen, das die Terminvereinbarung für diesen Personenkreis übernehmen kann. Hauptamtsleiterin Julia Zehnle sorgte dafür, dass der Initiative im Rathaus eine E-Mail-Adresse zugewiesen wurde. Eine Telefonnummer soll zeitnah folgen.Einen Impftermin bekommt man in Baden-Württemberg entweder über die zentrale Online-Anmeldeplattform oder die bundesweite Hotline 116 117. Sind alle Termine vergeben, können sich Impfberechtigte auf eine Warteliste setzen lassen. Außerdem ist es erlaubt, dass sich mehrere Personen gleichzeitig anmelden.

Ein Problem auch dort: genügend ehrenamtliche Helfer zu finden. Grundsätzlich können Menschen, denen bereits Krankenfahrten erstattet werden, zwar auch kostenfrei zum Impfzentrum gefahren werden. Aber das Angebot reicht nicht aus. Zudem brauchen viele Hilfe beim Buchen des Termins. Dank Aufruf fanden sich schnell zwölf Ehrenamtliche. Auch ein 16-jähriger Schüler beteiligt sich. „Er findet unsere Aktion gut und freut sich, dass er etwas Sinnvolles tun kann“, erzählt Karl Stiegeler. Nach erfolgreicher Terminbuchung oder nach Aufnahme in eine Warteliste wird die betreffende Person telefonisch kontaktiert. „Für alleinstehende Menschen ist dies zugleich eine willkommene Gelegenheit, sich auszutauschen und der Einsamkeit in dieser schwierigen Zeit ein wenig zu entfliehen.“

Impftermine: Auch in Brandenburg ein Thema....verschiedene Netzwerke helfen...

So hat sich in Ludwigsfelde die örtliche Kontaktstelle der Akademie „2. Lebenshälfte“ des Landes Brandenburg mit dem städtischen Ehrenamtsbüro und dem Seniorenbeirat zusammengeschlossen, um ein Hilfskonzept auf die Beine zu stellen. „Corona-bedingt können zwar zurzeit keine Kurse stattfinden“, erzählt Heidi Hübner, Leiterin der Kontaktstelle, „dennoch stehen wir telefonisch in einem regelmäßigen Austausch mit unseren Besuchern.“ Darunter sind auch viele über 80-Jährige, die Anfang Januar nicht nur Neujahrsgrüße, sondern auch ein Unterstützungsangebot für die Terminbuchung in ihren Briefkästen fanden. 

Zwar wurden gleich zu Beginn zahlreiche Termine vereinbart, „doch dann wurden die meisten Termine wegen fehlenden Impfstoffes storniert“, sagt Heidi Hübner. Trotzdem haben sich bis Mitte Februar bereits weitere 200 Personen bei ihr und ihrem Team gemeldet. Da in nächster Zeit mit steigenden Nachfragen zu rechnen ist, möchte man in Ludwigsfelde zusätzlich ehrenamtliche Impf-Paten einbinden.

Darüber hinaus war es – koordiniert durch den Seniorenbeirat in Zusammenarbeit mit dem Ehrenamtsbüro - möglich, ein kostenloses Transport-Angebot zu den Impfzentren in Luckenwalde, Potsdam und Schönefeld zu schaffen. „Der Ludwigsfelder Fußballclub stellt dafür seine Kleinbusse zur Verfügung, in denen auch genügend Abstand sichergestellt werden kann“, berichtet Ehrenamtskoordinatorin Lisa Ehrlich. Die Kosten für das Benzin trägt die Ludwigsfelder Wohnungsgesellschaft Märkische Heimat. „Falls weitere Autos nötig sind, können wir auf den Fuhrpark der Stadtverwaltung zurückgreifen.“

Welche Kanäle und Medien die Ehrenamtlichen dafür benutzt haben, welche besondere Initiative sich Ehrenamtliche im bayerischen Wolfratshausen ausgedacht haben. Unsere Reporterin war vor Ort und nimmt Sie in unserer Printausgabe mit zum Verein "Bürger für Bürger"