2 G oder 3 G-Regel
Die Corona-Regeln sind je nach Bundesland und Kommune unterschiedlich.
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Corona-Regeln

2-G oder 3-G: Das gilt in Ländern und Kommunen

Corona-Herbst und Corona-Winter stehen bevor. Experten rechnen damit, dass die Gefahr in der Pandemie trotz Impfungen wieder steigt. 2-G oder allein 3-G - diese Regeln für Geimpfte, Genesene oder Getestete gibt es jetzt in den Bundesländern und in einzelnen Kommunen. Ein KOMMUNAL-Überblick.
Aktualisiert am 23. November 2021

In Deutschland besteht nach einem Bund-Länder-Beschluss die 3-G-Regel: Geimpft, genesen, getestet. Für den Einlass müssen Impfnachweis, Genesenen-Nachweis oder ein negativer Test vorgezeigt werden. Doch einige Bundesländer haben ihre Corona-Regeln weiter verschärft oder auch gelockert. In den meisten Ländern wurde zusätzlich die 2-G-Regel  (Geimpft, genesen) eingeführt, in anderen hingegen nicht. Was erwartet die Menschen im Corona-Herbst und im Corona-Winter?

2-G oder 3-G: Corona-Regeln im Überblick

Nach dem jüngsten Bund-Länder-Beschluss vom 18. November werden die Ländern den Zugang zu Freizeitveranstaltungen, Sportveranstaltungen und unter andere in der Gastronomie sowie körpernahe Dienstleistungen und Beherbergungsbetrieben auf Geimpfte und Genesene beschränken. Es soll die flächendeckende 2-Regelung gelten. Die Regel ist abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen. Ab bestimmten Grenzwerten in den Bundesländern gilt dann 2G oder gar 2G plus (Geimpft, genesen und getestet).

Nordrhein-Westfalen:  2-G-Regel kommt

Die neue Corona-Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen sieht umfassende und flächendeckende 2-G-Regeln vor. Für den Zutritt zu Einrichtungen wie Clubs, Karnevals- und Tanzveranstaltungen gilt die 2-G-Plus-Regelung. Personen ohne Impfnachweis oder Genesenen-Status müssen einen höchstens sechs Stunden alten Schnelltest oder einen bis maximal 24 Stunden zurückliegenden PCR-Test vorweisen. Zudem greifen weitgehende 3G-Regelungen etwa bei Messen und Kongressen, nicht freizeitorientierten Versammlungen in Innenräumen und standesamtlichen Trauungen. Die neue Coronaschutz-Verordnung für NRW:

Weitere Informationen.

Bayern verschärft Corona-Regeln

Bayerns Kabinett hat beschlossen, die Corona-Regeln weiter zu verschärfen.  Es gibt Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte - maximal fünf Personen und zwei Haushalte dürfen sich noch treffen. G-2 wird verschärft, zum Friseur dürfen nur noch Geimpfte und Genesene. Geplant ist, dass alle Weihnachtsmärkte in Bayern abgesagt werden. Für die nächsten drei Wochen bleiben alle Clubs, Discotheken, Bars, Schankwirtschaften und Bordelle geschlossen. In der übrigen Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Im Handel soll es wieder Begrenzungen für maximale Personenzahlen geben. Bayern will auch wieder eine Sperrstunde ab 22 Uhr einführen. In Hotspots mit einer Inzidenz von über 1000 sollen  Gastronomie, Hotels und alle Sport- und Kulturstätten schließen. Auch Friseure und andere körpernahe Dienstleister dürfen für drei Wochen nicht arbeiten, Veranstaltungen müssen ebenfalls entfallen. Dies soll ab Mittwoch, 24. November, gelten. In Bayern ist seit 11. November der landesweite Katastrophenfall ausgerufen.

Die sogenannte Krankenhaus-Ampel schaltet  auf Gelb, wenn mehr als 450 Intensivbetten in Bayern mit Corona-Infizierten belegt sind. Gelb bedeutet: Wenn bisher die 3G-Regel galt (also Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete), wird bei dieser Alarmstufe auf 3G plus verschärft. Bei roter Ampel wird aus 3-G dann 2-G. Dann dürfen nur noch Geimpfte und Genesene in die gastronomischen Betriebe und in Hotels oder Pensionen. Bei körpernahen Dienstleistungen gilt weiter 3-G-Plus oder 3-G Die aktuellen Beschlüsse des Ministerrats mit den neuen Corona-Regeln.

Baden-Württemberg 2-G-Plus-Modell

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat die Corona-Verordnung massiv verschärft. Die neuen Regelungen treten am Mittwoch, 24. November in Kraft. Nach der Basis-, der Warn- und der Alarmstufe gibt es nun auch die Alarmstufe II. Sie tritt ein ab einer landesweiten Intensivbetten-Auslastung von 450 Corona-Patienten oder ab einer 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz von 6. Ist diese Stufe ausgerufen - und das ist ab Mittwoch, 24. November, der Fall, ist der Zutritt nur noch Geimpften und Genesenen nach Vorlage eines negativen PCR-Testnachweises zu Weihnachtsmärten, Großveranstaltungen, Clubs und Diskotheken erlaubt, Dies gilt auch bei körpernahen Dienstleistungen. Mehr Informationen.

Rheinland-Pfalz mit 2-G-Modell gegen Corona

Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat die angepasste Verordnung auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. 2G gilt  ab Mittwoch, 24. November, in Innenräumen im ganzen Land. Für den Handel tritt die Regelung nicht zu.  Künftig ist zudem nur noch die Hospitalisierungsrate für die Einschränkungen maßgeblich. Es wird also weniger Teilhabemöglichkeiten für Ungeimpfte am gesellschaftlichen Leben geben, wie es in der Beschlussfassung heißt. Mehr Infos. "Wenn der Schwellenwert der Hospitalisierungsrate 6 überschreitet, werden wir in Rheinland-Pfalz in weiten Bereichen auch bei geimpften und genesenen Personen ein negatives Testergebnis notwendig machen", hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer angekündigt. Weitere Informationen.

Schleswig-Holstein: Jetzt doch 2-G

Das Land Schleswig-Holstein führt jetzt auch 2-G ein - auch wenn das Land die bundesweit niedrigste Infektionsrate habe, wie Ministerpräsident Daniel Günther am Mittwoch, 17. November, auf einer Pressekonferenz sagte. Künftig gilt hier in Innenbereichen von Freizeiteinrichtungen und Gaststätten die 2-G-Regel. Es haben also nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt. Das gilt auch beim Sport in Innenräumen und beim Aufenthalt in Hotels und Pensionen. Auch Dienstleistungen mit Körperkontakt fallen unter die 3-G-Regel. Für den Friseurbesuch ist auch ein aktueller negativer Corona-Test möglich. Alle Infos.

Mecklenburg-Vorpommern verlängert 2-G-Regelung für Veranstalter

Erreicht ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt in Mecklenburg-Vorpommern drei Tage in Folge die Warnstufe „orange“ auf der Corona-Ampel des Landes, gilt künftig ab dem übernächsten Tag in verschiedenen Innenbereichen die 2G-Regel. Das bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zugang zu diesen Einrichtungen haben. Angesichts steigender Corona-Zahlen und wachsender Belastungen in den Krankenhäusern hat die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern am 12. November zusätzliche Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen. Weitere Informationen. Die derzeitige Corona-Warnampel besagt, dass ab Donnerstag, 25. November,  in Mecklenburg-Vorpommern die  2G-Plus-Regel in Innenbereichen gilt. Das bedeutet: Nur Geimpfte und Genesene mit einem aktuellen negativen Corona-Test haben Zutritt zu Restaurants,  Kinos, Schwimmhallen, Fitnessstudios, Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Die 2-G-Plus-Regel gilt auch für den Besuch von Sportveranstaltungen, zum Beispiel im Fußballstadion. Die neue Landesverordnung wird auch eine Passage enthalten, nach der bei dauerhafter Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems (mindestens 7 Tage Ampelstufe „rot“) auch Schließungen möglich sind. Dies gilt insbesondere für Innenbereiche. Mehr Infos. Hier geht es zur Mitteilung.

Hamburg weitet 2-G aus

Das optionale 2G-Zugangsmodell ist in Hamburg seit Sonntag, 21. November, ausgeweitet. In der Gastronomie gilt auch 2-G: In Restaurants, Clubs und Bars, Bordelle sowie Theater und Kinos. Auch körpernahe Dienstleistungen mit Ausnahme von medizinischen Behandlungen und Friseurinnen und Friseuren könnten dann nur noch nach dem 2G-Modell genutzt werden. Mehr Informationen.

Hessen verschärft Regeln - 2-G und 2-G-Plus

Die Landesregierung in Hessen verschärft die Corona-Regeln ab Donnerstag, 25. November. Dann greift für Restaurantbesuche, Hotelübernachtungen und für alle Veranstaltungen in Innenräumen die 2-Regel.  Wer in eine Diskothek oder eine Bar will, muss geimpft, genesen und getestet sein. Für solche Bereiche gilt 2-G-Plus. Zur derzeitigen Verordnung (Stand 11. November) Das gilt momentan in Hessen.

Niedersachsen: 2-G wird ausgeweitet

Niedersachsen weitet die 2-G-Regelung aus und verschärft die Vorgaben. Ab Donnerstag, 24. November, gelten Schutzmaßnahmen, die andere Bundesländer erst bei deutlich höheren Werten angeordnet haben. Denn das Land hat sein Warnstufenkonzept verschärft. Warnstufe 1 tritt bei der 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz bereits ab einem Wert von 3 in Kraft (bisher 6). Warnstufe 2 gilt nun ab einer Hospitalisierungsinzidenz, die höher als 6 ist, Warnstufe 3 dann bei einem Wert größer als 9. Zudem treten vor der Warnstufe 1 erste Verschärfungen ein. Die Warnstufen erklärt finden Sie über diesen Link. Weitere Informationen.

Saarland: Keine 2-G-Regel in Verordnung

Im Saarland ist jetzt auch im Innenbereich die 2-G-Regel vorgegeben. Diskotheken und Clubs dürfen nur noch mit zusätzlichem negativen Testergebnis betreten werden.  Zur aktuellen Rechtsverordnung und zu mehr Infos.

Bremen: Stufenmodell gegen Corona

Bremen will die Corona-Regeln ab Donnerstag, 24. November, verschärfen. Dann dürfen sich nur noch Geimpfte und Genesene in Restaurants oder Cafes aufhalten. Grundlage der Corona-Politik ist in Bremen ein Stufenmodell, das von der Hospitalisierungsrate abhängt. Das ist die Zahl der  Corona-Patienten je 100.000 Einwohner, die so schwer erkranken, dass sie stationär behandelt werden müssen.  Die 2-G-Regel greift   ab Stufe 2. Alle Infos und die bisherige Verordnung finden Sie hier. Mehr aktuelle Informationen.

Berlin führt 2-G im Einzelhandel ein

In Berlin gilt 2-G für die meisten Bereiche des öffentlichen Lebens. Gastronomen dürfen weiterhin ihre Innenräume nur noch für Getestete und Geimpfte öffnen. Auch Friseure dürfen weiter nur noch Geimpfte und Genesene in die Geschäfte lassen. Neu: Die 2G-Plus-Regelung für die Gastronomie, für körpernahe Dienstleistungen (auch Friseure) und Veranstaltungen ein. Im Restaurant müssen die Gäste eine medizinische Maske tragen, wenn sie ihren Sitzplatz verlassen. Neu laut der am Dienstag beschlossenen Eindämmungsverordnung: 2-G gilt in Berlin ab Sonnabend, 27. November,  auch für den Einzelhandel, nicht aber für die Grundversorgung - also Lebensmittelläden, Apotheken etc.  In Hotels und Pensionen dürfen nur noch Getestete und Geimpfte übernachten. Die 2-G-Regelung greift auch beim Besuch der Volkshochschulen und Musikschulen sowie Fahrschulen. Bei Veranstaltungen im Freien greift ab mehr als 2000 Teilnehmern die 2-G-Regel. Weihnachtsmärke können unter 2-G-Bedingungen öffnen, dort gilt Maskenpflicht. Bei Tanzveranstaltungen besteht eine Testpflicht und der Raum darf nur zur Hälfte ausgelastet sein. Kontaktbeschränkungen sind derzeit nicht vorgegeben. Mehr Informationen zum Beschluss und den Corona-Regeln in Berlin.

2-G in Brandenburg

Brandenburg verschärft die Corona-Regeln erneut. Der Einzelhandel soll geöffnet bleiben, aber unter 2-G-Bedingungen. So dürfen nur noch Geimpfte und Genesene die Länden betreten. Ausnahmen: Lebensmittelgeschäfte, Getränkemärkte, Drogerien, Apotheken, Tierbedarf, Baufachmärkte. Auch Blumengeschäfte, der Buchhandel und Zeitungshandel sowie Poststellen, Tankstellen, Banken und Sparkassen bleiben für alle geöffnet. Dazu gehören auch die öffentlichen Bibliotheken. In Landkreisen und kreisfreien Städten in Brandenburg mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 bei gleichzeitiger landesweiten Auslastung der Intensivbetten von über 10 Prozent ist eine nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte von 22 bis 6 Uhr vorgesehen. Ausnahmen sind möglich, wie der Weg von und zur Arbeit. Die neue Eindämmungsverordnung greift ab Mittwoch, 24. November und tritt damit gleichzeitig mit dem neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes  in Kraft. Die neue Verordnung gilt laut Kabinettsbeschluss zunächst bis zum Ablauf des 15. Dezember 2021.Der Beschluss.

Die 2-G-Regelung ist auch im Land Brandenburg ausgeweitet. Seit Montag, 15. November,  ist der Besuch von Gaststätten, Theatern, Kinos, Spielbanken, Freizeitbädern, Saunen, Thermen und Wellnesszentren, Diskotheken, Clubs, Festivals und Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter landesweit nur noch Geimpften und Genesenen möglich. In der Gastronomie gilt grundsätzlich 2-G. Auch für Beherbergungen, Reisebusreisen und Stadtrundfahrten ist der Zutritt nur noch für Geimpfte, Genesene und Kinder unter 12 Jahren erlaubt. Ausnahmen bei 2-G  bestehen für Jugendliche unter 18 Jahren und für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können.  

Sachsen: 2-G-Modell nach Überlastung

In Sachsen gilt ab diesem Montag, 22. November, die neue Verordnung. Denn die Überlastungsstufe ist bereits erreicht.   Das bedeutet die 2G-Regel in Sachsen, die dann auch für den Einzelhandel gelten soll. Ausgenommen sind Supermärkte oder Drogerien und Apotheken. Übernachtungsangebote sind nicht möglich, nur für Dienstreisende und soziale Zwecke mit 3-G-Regelung. Kinos und Theater sind geschlossen. Nur die Bibliotheken bleiben geöffnet und auch Zoos und Tierparks im Außenbereich. Gottesdienste dürfen mit der 3-G-Regelung abgehalten werden.

Veranstaltungen und Feste sind in Sachsen streng untersagt, Weihnachtsmärkte werden abgesagt, die Diskotheken und Bars werden geschlossen. Touristische Bahn- und Busfahrten sind verboten, nur der Linienverkehr kann genutzt werden.  Schulen und Kitas bleiben geöffnet. Breitsport ist nur als Vereinssport für Kinder unter 16 Jahre erlaubt. Bäder und Saunen sind geschlossen. Seit Montag, 8. November, ist die 2-G-Regel – Einlass nur für Genesene und Geimpfte –  für einen Großteil des öffentlichen Lebens vorgeschrieben. Ausnahmen von der 2G-Pflicht gelten weiterhin für Jugendliche bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres und Personen, für die seitens STIKO keine Impfempfehlung vorliegt. Alle Informationen!

Sachsen-Anhalt setzt auf 2-G

Sachsen-Anhalt hat schon länger ein 2-G-Modell beschlossen. Das Bundesland verschärft  ab Mittwoch, 23. November, die Regeln. Es haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Restaurants und zu Hotels. Für Weihnachtsmärkte gilt 3-G. Entweder genesen, geimpft oder getestet. Die aktuelle Verordnung finden Sie hier.

Thüringen: 2-G und Sperrstunde

In Thüringen gibt es ab Mittwoch, 23. November, einen Teil-Lockdown. Weihnachtsmärkte dürfen nicht stattfinden, Clubs, Bars und Diskotheken schließen. Auch Schwimmbäder sind geschlossen und nur für den Schwimmunterricht und bei medizinisch notwendigen Reha-Maßnahmen geöffnet. Messen sind untersagt. Zum Kabinettsbeschluss, der auf der Homepage grafisch aufbereitet wurde. 2-G gilt weiterhin für die Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und für Veranstaltungen. In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde um 22 Uhr, vorerst bis 15. Dezember.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert, dass die Länder die Corona-Maßnahmen eher noch verschärfen. Man wisse aus der Vergangenheit, dass Kontaktbeschränkungen und weniger öffentlichen Veranstaltungen das Infektionsgeschehen bremsen könnten, sagte der Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg in der "Rheinischen Post". Deshalb sollten die Länder von der Befugnis Gebrauch machen, die Zuschauerzahlen etwa bei Fußballspielen, zu reduzieren. Bei Veranstaltungen in Innenräumen sollte die 2G Plus Regel eingeführt werden.